Der
King des Elektro-Pop feiert sein 30-jähriges Bühnenjubiläum!
Sein
Durchbruch gelang dem britischen Sänger Marc Almond mit dem Song
„Tainted Love“, der sich mehrere Millionen Mal verkaufte. Nach seiner
erfolgreichen Tour „Stardom Road“ mit zwei ausverkauften Konzerten in
Berlin 2009, kommt er 2010 wieder zurück. Er feiert sein 30-jähriges
Bühnenjubiläum und präsentiert sein neues Album „Orpheus in Exile“.
Dafür tat er sich mit dem russischen Produzenten Alexei Federow
zusammen, um Songs des Gypsy Folk Sängers Vadim Kozin auf seine eigene
Weise zu interpretieren. Unterstützt werden sie dabei von dem berühmten
Moskauer Folk Ensemble Orchestra Rossiya. Das Album soll eine Art
Musical über Marcs Leben sein.
Dieses war nicht immer von Glück
und Erfolg gekrönt. Früher bestimmten Depressionen, Alkohol- und
Drogenexzesse sein Leben. 2004 wäre er bei einem Motorradunfall beinahe
ums Leben gekommen. Tagelang lag er im Koma und musste das Sprechen und
Singen erst wieder mühsam erlernen. Es war schwierig für ihn wieder ins
Studio und auf die Bühne zurückzukehren. Diesen Mai konnte er sich
überwinden und feierte in der Londoner „Wilton´s Music Hall“ sein
Comeback. So ist Marc Almond auch mit 50 immer noch der „Boy Who Came
Back“, den er auf seiner Single von 1984 besang. Nun feiert er sein
Jubiläum mit einer Revue der besonderen Art im ganz speziellen Marc
Almond Stil.
Mittwoch,
10. März, 20:00 Uhr, Admiralspalast | Berlin - Mitte
10.03.2010
EDELKITSCH Sich neu erfinden
Sechs Mal
hätte Marc Almond nach eigener Aussage bereits das Zeitliche
segnen müssen. Dafür verantwortlich waren homophobe
Fußballfans, einige Überdosen Heroin, herunterfallende
Neonbuchstaben und ein schwerer Motorradunfall. Wer dem Tod so nahe
kam, der kann sich auch musikalisch neu erfinden. Mittlerweile
interpretiert der Soft-Cell- Mitgründer bevorzugt Coversongs.
20 Uhr, Admiralspalast, Friedrichstr. 101, Mitte
Mittwoch, 10. März 2010 04:14
Marc Almond im Admiralspalast Eine schillernde Figur ist im Admiralspalast zu Gast. Bereits musikalisch ist Marc Almond kaum einzuordnen.
So hat er mit
"Tainted Love" als "Soft Cell" gemeinsam mit David Ball bereits 1981
den wohl größten Erfolg seiner Karriere gehabt. Danach
schaffte er es noch einmal mit "Something's Gotten Hold of My Heart"
auf Platz eins der Charts. Heute singt er vor allem Lieder anderer
Künstler: Jacques Brel und Charles Aznavour etwa.
Sein Lebensstil
ist noch schwerer zu verorten. Einst drogenabhängig, war er nach
eigenem Bekenntnis oft dem Tode nah. Er entkam nur knapp homophoben
Footballspielern, wurde mehrfach überfallen und von einer herab
fallenden Neonreklame am Kopf getroffen. Zuletzt lag er 2004 nach einem
Motorradunfall mehrere Tage im Koma und spürte noch jahrelang die
Folgen. Almond ließ sich offiziell in die Satanskirche aufnehmen,
behauptet aber, dies nur aus Neugier getan zu haben und kein Mitglied
zu sein. In jedem Fall ist der skurrile Sänger nicht langweilig.