Montag,
12. April, 20:00 Uhr, Postbahnhof am Ostbahnhof | Berlin -
Friedrichshain Nits
Mit
ihrem neuen Album "Strawberry Wood" auf Deutschlandtour
Am
12. April diesen Jahres ist es wieder so weit. Nach langer
Abwesenheit kehren The Nits zurück auf die deutschen
Konzertbühnen. Im Gepäck haben sie ihr neues Album
„Strawberry Woods“. Neben vielen neuen Stücken werden
die bekannten Klassiker wie „In the Dutch Mountains“ und
„Adieu Sweet Bahnhof“ auch im Programm sein.
Trotz
der mehrmals wechselnden Besetzung gibt es The Nits an sich
bereits seit 1974. Neben den beiden Gründungsmitgliedern Henk
Hofstede (Gesang, Gitarre) und Rob Kloet (Schlagzeug, Gesang) ist seit
2003 auch Robert Jan Stips (Keyboards, Gesang) Mitglied der Band. Seit
ihrer Gründung werden The Nits gerne als Geheimtipp gehandelt. Ihr
Name steht für künstlerische Eigenständigkeit. Ihre
Musik ist facettenreich und vielseitig- ein raffinierter Mix aus
Folklore, Jazz, Pop und zarten Sampling-Beigaben. Die Songtexte des
Trios sind stets eine eigene Geschichte.
Das
letzte Mal waren The Nits 2006 als Co-Headliner von Uriah Heep in
Deutschland. Schon damals begeisterten sie das Publikum. Dieses Jahr
werden sie dies wohl auch im Alleingang schaffen- auf ihrer
„Strawberry Wood Tour 2010“.
Zeitlos,
puristisch, fantasievoll - eintauchen und berauschen lassen!
„NITS 2010“: Eine musikalische Reise durch den Strawberry
Wood! (Passerotto Event) Im April 2010 kommen die NITS, die hierzulande
schon lange nicht mehr gastierten, auf Deutschland-Tour. Im Programm
hat das Trio neben seinen Klassikern wie „In the Dutch
Mountains“, „J.O.S. Days“, „Nescio“ und
„Adieu Sweet Bahnhof“ auch ein neues Album. Strawberry Wood
lässt erkennen, dass es ein Nits Album ist und doch haben sie
wiederum ein ganz neues und anderes Kapitel in Ihrer Karriere
aufgeschlagen. Die drei begeistern durch ihre Stücke, die eine
gute Dramaturgie besitzen, sehr filigran und akzentuiert gespielt
werden, und ein enormes Klangvolumen aufweisen. Ihre Musik zu
beschreiben ist gar nicht einfach, denn sie ist sehr facettenreich und
vielseitig. Ihre Songtexte - stets eine eigene Geschichte inklusive -
sind teils skurill und doch voll Erlebten und Gelebten. Manch einer
beschreibt die NITS als „magische und mystische
Popmusiker“, sind sie doch auf ihre ganz spezielle Weise
künstlerische Grenzgänger und begeistern ihr Publikum bei
jedem Event aufs Neue. Schon 2006 auf Ihrer Tour durch Deutschland als
Co-Headliner von Uriah Heep gab es zahlreiche Skeptiker – auch
aufgrund des außergewöhnlichen Pakets und doch bekamen sie
den verdienten Befall und wurden von Journalisten durch die Bank als
die Favoriten bezeichnet. Nicht umsonst stellen die NITS eine
Ausnahmeerscheinung in der internationalen Popszene dar und werden
gerne als Geheimtipp gehandelt. Ihr Name steht für
künstlerische Eigenständigkeit und die Tatsache, sich immer
wieder neu zu erfinden. Seit dem Start 1974 waren sie ihrem sparsamen,
kristallklar-kühlen Sound stets treu – jenen puristischen,
kammermusikalischen Klangmosaiken, die voller Charme und Finesse in
einem raffinierten Mix aus Folklore, Jazzelementen, luftigen
Popstrukturen sowie zarten Sampling-Beigaben zusammengesetzt, und von
fantasievoller Poesie gekrönt werden. Sie spielen
impressionistisch-zeitlose Kleinode, welche – laut
„Stereoplay“ – „in Atmosphäre,
romantischer Melodik und erfindungsreicher Instrumentierung einsame
Spitze sind“! An Kreativität fehlt es Henk Hofstede (Gesang,
Gitarre), Rob Kloet (Schlagzeug, Gesang) und Robert Jan Stips
(Keyboards, Gesang) nicht. Nein, man kann sagen sie sprudeln nur so
davon, und wo lässt sich das besser wahrnehmen und erleben als
LIVE!
Montag,
12. April 2010
Architektur
aus Musik
"Distance"
erinnert an "Tunnel of Love" von den Dire Straights, in depressiver
Stimmung nach einer durchzechten Nacht aufgenommen. "Nick in the House
of John" handelt von dem Besuch bei einem Freund, der auf das Haus von
John Lennon und Yoko Ono aufpasst.
Da
ist er
wieder, der Bezug zu den Beatles. Die "Nits", das "The" haben sie 1988
abgelegt, sind vor allem eines: Beatles Fans. Das Schöne ist, man
hört es nicht oft. Denn die Holländer aus Amsterdam machen
ihre ganz einfache eigene Musik. Irgendwie klingen sie dabei wie alles,
was Rang und Namen hat, und dennoch unverkennbar.
Bereits
der Name
"Nits" (Nissen) ist eine Homage an die Beatles (Käfer), also
beides eigentlich insektich eklig, und immer wieder lässt sich
Sänger Henk Hofstede in Talkshow-Auftritten spontan
überreden, ein Lied der Liverpooler zum Besten zu geben. In ihren
eigenen Songs machen sie einen lässigen Spagat zwischen Pop,
Avantgarde und New Wave mit eingestreuten experimentellen Elementen.
Das Ganze klingt klar, ruhig, unaufgeregt und niemals langweilig.
Auch
ein Konzert
der "Nits" ist eine unaufgeregte Veranstaltung. Ein Kritiker schrieb,
die Band bringe mit Klangskulpturen die Musik zum Stillstand.
Weiß man, dass die Musiker studierte Künstler sind, erkennt
man den Einfluss von Architektur und Bildhauerei in den
durchstrukturierten Klangbildern.
Diese
Musik
wäre also etwas für den Hinterhof einer Künstler-WG,
wenn nicht einiges hinzukäme: die Klangfarbe von Hofstedes Stimme,
die schon mit der von John Lennon und dem jungen Elvis Costello
verglichen wurde; das Handwerk von Keyboarder Robert Jan Stips und
Schlagzeuger Rob Kloet; und der feste Wille, nicht ausschließlich
ins Avantgardistische abzudriften, sondern gefälligen Pop zu
machen.
So
erklären
sich Lieder wie "Distance" also nicht aus Drogenkonsum oder
Alkoholmissbrauch, sondern sind Ausdruck einer durchdachten
Klangsynthese, die trotz aller Intellektualität noch reichlich
Gefühl ausstrahlt. Fazit: Man muss das alles gar nicht wissen, um
die 2009 erschienen CD "Strawberry Wood" gut zu finden.
[U.
Lenhard]