
Loft
Concerts präsentiert:
I AM KLOOT
Support:
Anges Obel
Guy
Garvey sagt, dass I Am Kloot schon immer mehr eine Liveband gewesen
seien. Das können sie besser, als in Studios
rumzuhängen und
Alben aufzunehmen. Studios langweilen sie. Der Sänger von
Elbow
muss es wissen, schließlich war er als Produzent des neuen
Albums
„Sky At Night“ dabei. Womit wir übrigens
keinesfalls
sagen wollen, dass das neue Album von I Am Kloot schlecht sei, ganz im
Gegenteil. Es ist sehr gut. Was wir aber sagen wollen: I Am Kloot sind
eine unglaublich gute Liveband. Aber das wiederum hat ja schon Guy
Garvey gesagt. Womit wir wieder am Anfang stehen. Das tun jedoch I Am
Kloot nicht: Zu „Sky At Night“ ist es ein weiter
Schritt
von ihren bisherigen Platten. Beim Debüt „Natural
History“ sagte Garvey, der damals ebenfalls Produzent war, er
habe nur den Aufnahmeknopf drücken müssen, sonst
nichts. Das
gilt auch für die Nachfolger bis „I Am Kloot Play
Moolah
Rouge“, das klingt wie eine Live-LP und auch genau so
aufgenommen
wurde. Jetzt aber hat sich das Trio aus Manchester kein
verlängertes Wochenende mehr frei genommen, um mal eben wieder
eine Platte einzuspielen, sondern hat insgesamt 18 Monate an
„Sky
At Night“ gearbeitet. Plötzlich tauchen Saxofone
auf,
Harfen, Chöre, Orchester, kurz, die Produktionsweise hat sich
gründlich verändert. Geblieben sind die
Stärke der Songs
und die Lebhaftigkeit der Band. Entstanden ist ein Nocturne auf die
Tiefe des Raumes, ein feingliedriges Werk, dass man eigentlich am
Stück hören muss, ein musikalisches Konzeptalbum. Was
wiederum der Live-Performance gut tun wird. Denn die besonders
arrangierten Stücke auch auf der Bühne angemessen zu
präsentieren, ist eine echte Aufgabe. Die I Am Kloot betimmt
meistern werden, schließlich sind sie ja eine
prächtige
Liveband. Aber das hat ja schon Guy Garvey gesagt ...
25.10.2010
Rolling Stone präsentiert: I Am Kloot ab heute auf
Tour
"This a song about drinking, romance and disaster" - eine Definition,
die zu fast jedem Song des Trios aus Manchester passt. Deshalb
kündigen sie auch fast jeden auf diese Weise an. Heute startet
ihre Deutschlandtour.
So langsam ist man wieder in der richtigen Jahreszeit für ein
Konzert von I Am Kloot. "Above there are no stars tonight / just
northern sky reflected light upon your face", wie John Bramwell so
schön in "Sky At Night" singt. Das kann man momentan ja fast
jeden Abend haben. Oder wie wäre es mit: "Do you fancy a drink
in our place called the Brink? I can buzz off your smile and there may
be people you know there."Die ersten Zeilen aus "The Brink", dem
zweiten und wohl besten Song des aktuellen Albums "Sky At Night", bei
man sich im in jedem Club sofort eine versiffte Theke
herbeiwünschte, mit einer feuchten Biermatte darauf, auf die
man mit der Stirn voran einsinken konnte, wenn einem die Last Orders
endlich das Genick gebrochen haben. Das passt ja auch ganz herrlich zu
einem vertrunkenen melancholischen Herbstabend. Ebenso wie die fast bei
jedem Song verwendete Ansage: "This is a song about drinking, romance
and disaster" - in dieser Reihenfolge.
Ab heute hat man also wieder die Gelegenheit dazu diese Ansage und die
Lieder dazu zu hören, wenn die drei nur musikalisch
schwermütigen Herren von I Am Kloot vom Münsteraner
Gleis 22 aus startend zu ihrer Deutschlandtour aufbrechen. "Wir kommen
sehr gerne nach Deutschland. Ihr seid immer so …
äh… verrückt", sagte John Bramwell
beim letzten Konzert im Berliner Admiralspalast und meinte damit das
oft sehr euphorische und laute deutsche Publikum. Man kann davon
ausgehen, dass es sich auch auf dieser Tour nicht anders verhalten wird.
25.10.2010 Münster - Gleis 22
26.10.2010 Hamburg - Uebel &
Gefährlich
27.10.2010 Berlin - Postbahnhof
29.10.2010 Stuttgart - Longhorn
01.11.2010 München - Backstage
Halle
Hier noch ein tolles Making of zu ihrem Album "Sky At Night":
25.10.2010
Herbst-Tristesse: I Am Kloot
Melancholie
soll angeblich einer der besten Anreize für wunderbar akustische
Musik sein. So hört man es zumindest immer von den vielen
Musikkennern und -nichtkennern in diesem Lande.
Wenn man dieses
Statement wahrhaftig schätzt, so gehören „I Am
Kloot“ mindestens dazu. Bekannt vor allem durch ihre sensible
Musik – irgendwo zwischen Indie- und Akustikpop. In ihren Texten
schließen Melancholie und Gitarrenklänge eine ideale
Symbiose. Die Musiker wissen, wie man die Herzen bewegt. Sie
beherrschen die Gefühlserregungskunst mit überwältigend
guter Perfektion. So einfühlsam und sentimental klingen die
wenigsten Bands in ihrem Genre, die die Schmalzgrenze nicht
überschreiten wollen.
Für ihr
diesjähriges Album „Sky at Night“ holte sich das Trio
aus Manchester produktiven Beistand von Guy Garvey und Craig Potter
(Elbow). Im heißen Juli erschienen, bekommt es doch dieser Tage
einen völlig anderen Charakter.
Denn I Am Kloot
gehören an schlaflosen Nächten genauso dazu, wie der
proto-romantische Rotwein. Nun, wenn sich die Herbst-Tristesse und der
Melancholie-Overkill bei uns breit machen, sucht man nach jenem, der
etwas weiß auf die Fragen von Liebe und Leben.
Die zehn Tracks
führen durch diese derartig düsteren und sentimentalen
Momente. Das Album gibt auf unsere Fragen zwar keine Antworten –
das will es auch gar nicht – aber es konstatiert. Und mehr
verlangt man doch auch gar nicht vom Herbst.
[Jonas Kühlberg]
I Am Kloot // Konzert
_ 27.10.2010 | 20h00
_ Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 4 (Friedrichshain)
_ > S3 S5 S7 S75 Ostbahnhof
_ Eintritt: 17 EUR plus VVK