William Fitzsimmons mit „Gold In The Shadow“ auf Tour 2011
Der studierte Psychotherapeut mit der sanften Stimme und den traurigen Liedern ist im Juni und Juli wieder auf deutschen Bühnen zu sehen, macht sie sich zum Zuhause und entführt uns in seine Welt.

William Fitzsimmons weiß Menschen an ihrem wunden Punkt zu packen, sie in der Seele zu berühren und tief zu beeindrucken. Er spricht aus, was Viele nicht wahrhaben wollen, sich nicht eingestehen. Er spricht über sein innerstes Empfinden, lässt den Schmerz, der tief in ihm schlummert – verursacht durch die grausamen Geschichten, die das Leben sich für ihn ausgedacht hat – heraus und findet Trost in seinen Liedern.

Dich plagen Kummer und Sorgen? Dann spar dir das Geld für den Psychotherapeuten und lass dich von William Fitzsimmons kurieren! Im Juni und Juli lässt er uns wieder an seinen Emotionen teilhaben, präsentiert sie uns auf einem Silbertablett und lässt uns unsere eigenen Wehwehchen im Nu vergessen.
 
Mit “Gold In The Shadow” veröffentlichte William Fitzsimmons Ende März sein viertes Studioalbum, das prompt in die Top 50 der deutschen Albumcharts schoss. Nach „The Tide Pulls From The Moon“ und „Beautiful Girl“ steht nun die nächste Single mit dem Titel „Let You Break“ in den Startlöchern, die in Zusammenarbeit mit der australischen Sängerin Julia Stone, bekannt aus dem Geschwister-Gespann Angus and Julia Stone, entstanden ist. Hier könnt ihr schon einmal hinein hören:


Ein neues Album darf natürlich weder unerhört, noch ungespielt bleiben. Eben deshalb wird William es uns im Juni und Juli ausführlich auf unseren heimischen Bühnen vorstellen. William Fitzsimmons spielt neben Solo-Konzerten in 6 deutschen Städten, außerdem einen Support-Gig für Herbert Grönemeyer (auf dessen Label Grönland Records er sein Album veröffentlicht hat) und jeweils eine Show auf dem Hurricane und Southside Festival 2011. Lasst euch das nicht entgehen!
[Christin Hofrichter]


William Fitzsimmons Tour 2011
17.06.11 Dortmund – Konzerthaus
18.06.11 Neuhausen ob Eck – Southside Festival
19.06.11 Scheeßel – Hurricane Festival
21.06.11 München – Olympiastadion (Support Herbert Grönemeyer)
26.06.11 Köln – Gloria Theater
28.06.11 Berlin – Postbahnhof
02.07.11 Nürnberg – K4 Festsaal
03.07.11 Frankfurt – Mousonturm/Capitol
08.07.11 Leipzig – Zentraltheater





WILLIAM FITZSIMMONS 28. Juni verlegt !

Aufgrund der grossen Nachfrage wurde die Show mit WILLIAM FITZSIMMONS ein weiters mal verlegt. Jetzt findet das Konzert im ASTRA Kulturhaus statt. Die bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit!

Gold In The Shadow.

William Fitzsimmons Songs handeln vom Glück. Zumindest will man dies behaupten, nachdem man sich der Schönheit ihrer Melancholie hingegeben hat. Beschäftigt man sich aber mit ihrem Ursprung, tun sich wahrlich Abgründe, letztlich die dunkle Seite ihres Schöpfers auf. Erst dann erklärt sich die Tiefe und Eindringlichkeit, die Fitzsimmons Songs prägen und aus der heraus sich die Schönheit so ambivalent präsentiert, wie meist das Glück selbst.

Fitzsimmons neueste Veröffentlichung, Gold In The Shadow, ist die musikalische Reflektion einer seelischen Wiederbelebung und psychischen Erneuerung, die der Songwriter in den Jahren nach der Scheidung erlebte. Die Songs basieren auf einer bestimmten Abfolge psychopathologischer Störungen aus dem Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen IV (DSM-IV), und er beschreibt sie als „eine reale und sich seit langem anbahnende Konfrontation mit persönlichen Dämonen, vergangenen Fehlern und dem Schemen der Geisteskrankheit, der während einem Großteil meines Lebens über mir hing.“ Drehten sich seine bisherigen Alben überwiegend um die düsteren Seiten zwischenmenschlicher und innerer Katastrophen, ist Gold In The Shadow dagegen ganz auf Heilung ausgerichtet. Fitzsimmons erzählt: „Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem ich entweder meinen Krankheiten hätte nachgeben müssen oder sie direkt angreifen. So oder so konnte ich nicht mehr weitermachen wie bisher.“ Gold In The Shadow markiert damit eine willkommene musikalische Umkehr — nicht weg von der Authentizität seines Songschreibens, sondern hin zu einem neuen Fokus. Fitzsimmons wendet sich vormusikalischen therapeutischen Leidenschaften zu, jetzt jedoch mit einem Blick auf aktuelle, optimistische Veränderungen. Das Album ist gefüllt mit persönlichen Elementen und unternimmt zugleich einen ersten Streifzug in andere Perspektiven, indem er – zusätzlich zu seinen eigenen – Leben und psychologische Kämpfe von Menschen aus seinem Umfeld untersucht. Er erkennt darin den unbewussten Schatten des Ich und den Freudschen Todestrieb an. Aber dennoch, oder gerade deshalb, nimmt er Hoffnung auf.



24.06.2011

William Fitzsimmons im Astra 
Nebenwirkungen: Der Musiker verknüpft den Blick in eigene Abgründe mit warmen Harmonien.

Dass sich hinter besonders dichter Gesichtsbehaarung oft besonders zarte Seelen verbergen, zeigen Songschreiber wie Scott Matthews oder Sam Beam. In die Runde sensibler Bartträger passt auch William Fitzsimmons, der mit seinem kahl geschorenen Haupt das Asketische eines Bettelmönchs ausstrahlt. Für sein neues Album hat sich der Mann, der einst als Psychotherapeut gearbeitet hat, tatsächlich in eine Art innere Versenkung begeben. "So lang habe ich noch für kein Album gebraucht. Das liegt daran, dass ich diesmal nicht mit Gitarre oder Klavier angefangen habe, sondern mit Lesen und Lernen, also Recherche. Erst nach und nach kam die Musik hinzu." Die Themen für "Gold In The Shadow" zog der Sohn eines blinden Elternpaares aus Pittsburgh insbesondere aus einem Verzeichnis psychischer Erkrankungen, einem therapeutischen Standardwerk. "Es ist ein sehr technisches Buch, aber ich finde es faszinierend, denn es zeigt alle Richtungen auf, in die sich der Geist drehen kann, wenn etwas nicht in Ordnung ist." Nicht nur die Krankheit ist Thema der Songs, sondern auch Heilung – im Falle von Fitzsimmons die persönliche Überwindung von Störungen wie Depressionen oder Magersucht. Gemessen am ernsten Stoff klingen die Songs ungewohnt tröstlich und baden meist in sonnigen Harmonien, Schönklänge von Streichern, Glockenspiel und weiblichem Gesang vermitteln ein leises Glücksgefühl. Therapeutische Heileffekte sind also auch bei den Zuhörern nicht ausgeschlossen.
[Ulrike Rechel]

William Fitzsimmons + Maria Taylor, Astra, Di 28.6., 21 Uhr, VVK: 18 Euro, Tickets