Mittwoch, 3. August, 19:30 Uhr, Zitadelle Spandau

Robert Plant
Nachholtermin für das ausgefallene Konzert im letzten Jahr



Robert Plant & Band Of Joy werden am Mittwoch, den 3. August auf der Zitadelle in Berlin ihr einziges Konzert in Deutschland geben! Das Konzert in Berlin ist der versprochene Nachholtermin für das verschobene Konzert im Oktober letzten Jahres.

Robert Plant, einer der Musiker den man ohne Übertreibung schon zu Lebzeiten eine Legende nennen kann. Mit seiner Band Led Zeppelin hat er Musikgeschichte geschrieben und das Rock Genre neu definiert. Es gibt wohl keine Band, die so viele junge Musiker inspiriert hat wie Led Zeppelin.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Nachdem sich die Band 1980 aufgelöst hat, setzt Robert Plant seine Karriere mit diversen Soloprojekten fort und arbeitet mit Größen wie Jimmy Page zusammen. Aus diesen Projekten kommen im Laufe der Jahre neun Alben zustande die allesamt in den Top 20 landen.

Nun kommt er mit seinem im September letzten Jahres veröffentlichten und von Kritikern gefeierten zehnten Solo Album „Band Of Joy“ nach Berlin. „Band Of Joy“ ist Plant’s erstes Album seit dem 2007 veröffentlichten und mit fünf Grammys ausgezeichneten Erfolgsalbum „Raising Sand“.

Robert Plant tritt am 3. August um 19:30 Uhr in der Spandauer Zitadelle auf.

Der Vorverkauf für das Konzert beginnt am Freitag, den 4. März 2011. Tickets gibt es ab EUR 50, - zzgl. Gebühren an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter: 0 30/ 61 10 13 13.

Veranstaltungsort:
www.zitadelle-spandau.de » Am Juliusturm | 13599 Berlin - Spandau




Favorit Musik
am Dienstag, 02.08.2011, 10:20 Uhr

Gespräch mit Helmut Heimann




28. Juli 2011

Auf der Suche nach dem BLUES

Der Kreis schließt sich: Robert Plant kommt mit seiner Band of Joy auf Tournee, sie heißt wie seine allererste Gruppe aus den Sechzigern

Er konnte es sich nicht verkneifen. Jüngst war Robert Plant in der Talkshow von David Letterman zu Gast und sagte: "In den Siebzigern zog sich jeder Rockstar das T-Shirt aus." Kunstpause. "Nur hatte nicht jeder dafür den geeigneten Oberkörper." Ein Angeber? Plant, 63, Lederhose, echte blonde Locken, und ein echtes, seinem Alter angemessenes Gesicht - zerknautscht, nicht geliftet - kann sich solche Statements erlauben. Er sah nicht nur damals gut aus, er sieht auch heute noch toll aus. Aber genug über sein Aussehen. Er singt ja noch besser, als er aussieht. Da kann er das Shirt ruhig anbehalten.

1969 erschien das Monumental-Rockwerk "Led Zeppelin". Seitdem hat Robert Plant nicht allzu viel falsch gemacht. Ob als Led-Zeppelin-Sänger, später als Teil des Duos Page and Plant (das er gemeinsam mit dem Led-Zeppelin-Gitarristen Jimmy Page bildete), sei es gemeinsam mit der Country-Sängerin Alison Krauss, als Frontmann des sensationellen Led-Zeppelin-Reunion-Konzerts von 2007 - oder mit seiner jetzigen Gruppe, die Band of Joy heißt.

Gut, es gab auch eine angestrengt-erotische Phase in den frühen Achtzigern ("The Principle of Moments"), in der Plant seinem Image hinterher hechelte. Er ging damals eben auf das für Musiker kritische Alter der 40 zu und wechselte die Frisuren.

Aber davon abgesehen gibt es einen roten Faden in Robert Plants Biografie. Er besteht im Versuch, sich mit wechselnden Partnern dem Bluesrock zu nähern und dabei immer noch ein Stückchen weiter zu wachsen. Plant wirkt darin sehr ruhelos. Er brachte es in den letzten 17 Jahren auf Veröffentlichungen mit fünf verschiedenen Musiker-Formationen, setzte auf afrikanische Klänge oder Co-Sängerinnen. Seine aktuelle Gruppe heißt Band of Joy, im Oktober vergangenen Jahres erschien das erste gemeinsame Album, mit Anfang sechzig also mal wieder ein Debüt. Band of Joy nannte Plant 1965 auch seine erste Gruppe. Heute besteht sie aus anderen Mitgliedern, darunter Buddy Miller und Darrell Scott. Bluesmusiker, die sich hinter Plant nicht verstecken müssen.

Im Video zur Single "Angel Dance", einer Coverversion des Los-Lobos-Stücks, fährt Plant mit dem Auto durch Chicagos lateinamerikanisches Viertel La Villita. Er beobachtet durch die Fensterscheibe Kinder, Pärchen und Musiker. Er steigt nicht aus, er fährt weiter. Robert Plant ist immer noch unterwegs.
[Benjamin Renger]