Trinity Music präsentiert:
IRON AND WINE (USA)
auf "Kiss Each Other Clean"-Tour 2011


Über drei Jahre ist es her, dass Sam Beam aka Iron and Wine sein letztes Album 
„The Shepherd’s Dog“ veröffentlichte. Diese Songsammlung sollte ganz in der ästhetischen Tradition von Tom Waits’ experimentierfreudigem Ausnahmealbum „Swordfishtrombones“, dem ersten Teil dessen legendärer Frank-Trilogie, stehen. Während Waits’ Jünger angesichts dieser beinahe blasphemisch scheinenden Ankündigung mutmaßlich in argwöhnendes Ächzen verfielen, waren es auf der anderen Seite die Fans von Iron and Wine, die sich darauf einzustellen hatten, dass ein Album kommen würde, welches nicht in erster Linie darauf setzte, Hörererwartungen zu erfüllen. Am Ende aber stand - einmal mehr - eine großartige Platte, die von Kritikern wie Publikum gleichermaßen gefeiert wurde. Das neue Album „Kiss Each Other Clean“ ist der logische nächste Schritt dieser Entwicklung. Im Verlauf des ausgehenden Jahres entstand es etappenweise in Chicago. Dort sorgte wie zuletzt Produzent Brian Deck (u.a. Modest Mouse, Secret Machines, Gomez) für den guten Ton. Diverse Gastmusiker fügten ihre klanglichen Einsprengsel hinzu. Die relativ lange Entstehungszeit des Albums erklärt sich vor allem durch die Tatsache, dass Sam Beam außerhalb von Texas, in the middle of nowhere lebt. Ein Journalist, der den 36-jährigen ehemaligen Dozenten für Filmwissenschaften einmal zuhause besuchte, drückte es so aus: „He lives exactly as you hope he would."

Dort, wo das letzte Album aufhörte, setzt das neue Glanzstück dann auch an: Verschachtelte, kompositorische Ebenen und sonore Rhythmen sowie Beams gedämpfter Gesang verweben sich mit seinem akustischen Gitarrenspiel und kleinen Ausflügen in Jazz, Blues und afrikanische Musik zu einer spannenden Synthese aus Americana, Folk und Indierock. Das Ergebnis ist dabei allerdings um einiges poppiger und unmittelbarer ausgefallen als noch beim Vorgänger. Würde man die Tom-Waits-Referenz aufrecht halten wollen, so ist Sean Beam nun also im zweiten Teil seiner ganz eigenen Trilogie angelangt, jenem Teil, der unter dem Titel „Rain Dogs“ für Waits zum Klassiker schlechthin avancierte. Kein allzu schlechtes Omen! Inwiefern man dieser Logik tatsächlich folgen kann, muss jeder für sich entscheiden. Zweifellos aber hat Sam Beam mit „Kiss Each Other Clean“ ein grandioses Album ersonnen, welches in den USA prompt auf Platz zwei der Charts landete. Diese Nachricht erreichte die Band im Februar 2011 während der größtenteils ausverkauften Europa-Tournee.

Auch live begeisterte die achtköpfige, von Mastermind Sam Beam zusammengestellte, Band mit einer furiosen Mischung, in der funkige Elemente und Jazzimprovisationen den Folkrock ergänzten.


„Später übersetzt er sein Material in eine geradezu heilig anmutende Ernsthaftigkeit. Die zeigt das, was das unlängst erschienene Großwerk Kiss Each Other Clean vermuten ließ: Iron and Wine ist kein Songwriterprojekt mehr, sondern ein Ensemble, das seinen Reiz vor allem aus dem Zusammenspiel zieht.“
[Musikexpress, April 2011]

18.08. 2011 - 20:00 | 21:00



18.08.2011

AMERICANA
Iron & Wine

In Amerikas Weiten, also genau dort, wo man ihn als naiver Mensch herzensgern verorten würde, lebt Sam Beam: Texas, right in the Middle of Nowhere. Und genau dort ersinnt der 36- Jährige die letzten Hoffnungsschimmer für Amerikas Musikkultur. Immerhin erreichte die aktuelle Platte „Kiss Each Other Clean“ Platz 2 in den US-Albumcharts – wie zum Beweis dafür, dass auch geschmackvolle Musik Erfolg haben kann.

Astra Kulturhaus, Do 18.8., 21 Uhr, 27 €