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Samstag, 25. Juni 20. August, 19:00 Uhr, Zitadelle Spandau | Berlin - Spandau


Element of Crime
„Immer da wo du bist bin ich nie“ Tour

Element of Crime kommen auf ihrer „Immer da wo du bist bin ich nie“ Tournee am 20. August in die Zitadelle Spandau. Ein Ort der wie geschaffen scheint für die oft melancholischen Klänge der Band. Denn eine mittelalterliche Festung in der Abenddämmerung bietet das passende Ambiente dafür.

Eigentlich ist es nicht wichtig: wie lange es diese Band schon gibt, was sie schon alles gemacht und welche Bedeutung sie in der deutschen Musiklandschaft gewonnen hat. Nicht, dass es nicht interessant wäre: eine Band, die 1985 beim legendären AtaTak-Label ihr erstes Album aufnahm und seither zwölf Studioalben geschaffen hat, hätte viel zu erzählen: von Düsseldorf und dem Pyrolator, von London und John Cale, von den Anfängen in den klammen Kellern der Westberliner Postpunk-Szene. Davon wie es ist, wenn man als deutsche Band englische Texte macht und dann irgendwann in die Muttersprache wechselt. Und all die Tourgeschichten aus den 80er, 90er und 00er Jahren, und das immer mit derselben Crew, wer kann das schon bzw: wer will das schon?

Man könnte auch darüber reden, mit wem alles diese Band schon verglichen wurde und wie wahr und wie falsch das alles ist, und wie bei einem selbst sich das Bild dieser Band im Laufe der Jahre immer wieder verändert hat. Oder ob die Mitglieder Vegetarier sind, Medikamente einnehmen, bei Kaisers einkaufen und Sport treiben.

Bei Element Of Crime gibt es immer auch andere Antworten: Nämlich, dass es immer Element Of Crime ist und das man das anders gar nicht beschreiben kann. Weil die vier, die seit knapp 22 Jahren und zwölf Alben eine Band sind, weder Veteranen sind, noch Geburtstage feiern – von Jubiläen gar nicht zu sprechen!

Sie machen eine Musik, die man voraussetzungslos, ohne Vorwissen, hören und lieben kann. Mit Titeln wie „Deborah Müller“, „Kopf aus dem Fenster“ und „Weißer Hai“, die davon handeln, dass Besitzer von Monatskarten nicht am Monatsanfang sterben sollten, von großen Gedanken in kleinen Gehirnen erzählen und wer bitte sonst kann so romantisch über Beine singen, die in zu engen Schuhen stecken, oder über alkoholfreies Bier ?

Selbst erleben kann man diese einmalige Mischung am 20. August um 19 Uhr in der Zitalle Spandau.


Band-Newsletter  Zitat:

Bitter: Was Lungenentzündung, Burn-Out, Tonsillitis, Stimmbandkatarrh und Drogenabusus in 25 Jahren nicht schafften, schafft jetzt ein Berliner Amt:
Ein Element-of-Crime-Konzert muss verschoben werden!

Liebe Freunde,

es tut uns leid, aber unser Konzert am 25. Juni 2011 in der Zitadelle Spandau muss verschoben werden auf den 20. August 2011 (ebenfalls Zitadelle Spandau).

Wir können nichts dafür. Das Konzert wurde für den 25. Juni aus Gründen, die wir nicht verstehen, plötzlich von Amtsseite nicht mehr genehmigt bzw. die Genehmigung wurde entzogen.

Das ist bitter, aber leider nicht zu ändern. Deshalb wollen wir nicht jammern, nur uns entschuldigen. Alle Karten behalten ihre Gültigkeit, und wer am 20. August 2011 nicht kann oder will, kann seine Karten natürlich zurückgeben.

Es grüßen freundlich, aber leicht geknickt:

Eure ELEMENT OF CRIME

Quelle: Rolling Stone Forum



Donnerstag, 18. August 2011

Element of Crime
Geschichten aus den Ecken der Großstadt


Es ist der Sound von Kreuzberg - oder einem anderen jener Viertel, an denen die rasende Globalisierung einigermaßen vorbeigeschrammt ist. So klingt der Hinterhof. Es sind Lieder, die die Melancholie aus den Ecken der Großstadt zusammenkehren.

Lieder, die in den Rocksäumen der Metropole das Absurde, Komische und nicht selten die Liebe finden. Element of Crime und ihr Sänger und Komponist Sven Regener haben sich nachhaltig von allem Strahlenden verabschiedet.

Wahre Liedkunst brauche "das Zweideutige", sagt Regener. Und so schreibt er (zuletzt auf dem Album "Immer da wo du bist bin ich nie") Songs, die das Eigentliche - die Liebe, den Schmerz, das Überleben - in feinen Linien umkreisen, ohne es zu benennen. Element of Crime schleichen sich auf sehr leisen Sohlen an ihre Themen heran. Man kann nach dieser Suche im Labyrinth des täglichen sich Durchkämpfens sehr süchtig werden.

Als bekennender Dylan-Fan verknüpft Regener seine Textzeilen zu luftig versponnenen Assoziationen und unterlegt sie oft mit noch luftigeren Folkmelodien. Es geht um Träumer, Sorgenbeladene, kleine Siege. Es geht darum, den Mut nicht zu verlieren und sich treu zu bleiben. Es geht meist ums größte und ums kleinste Glück. Um alles.